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Bericht aus der Seezunge www.seezunge.de (akzent-Verlag Konstanz) Gastro-Test Oktober 2009: Hotel Restaurant Thurtal(CH – Eschikofen) Man kennt das ja aus Italien: Die besten Restaurants findet man häufig nicht im Zentrum einer Grossstadt, sondern abseits der Hauptstrassen in kleinen Dörfern. Aber auch in der Schweiz gibt es dafür Beispiele, so etwa das Restaurant Thurtal in Eschikofen im westlichen Thurgau. Erst vor gut einem
Jahr haben Rebecca und Jörn Engelhard das Restaurant mit seinen
40 Plätzen inmitten des ca. 150 Einwohner zählenden Dorfes
Eschikofen übernommen – von Tanja Grandits, die das „Thurtal“
schon als Gourmetadresse bekannt gemacht hatte. Vorher zeigte
Jörn Engelhard allerdings schon einige Jahre seine Kochkünste in
der „Krone“ in Gottlieben. Im eigenen Betrieb will man sich vor
allem auf „klassische mediterrane französische Küche“
konzentrieren. Alleine schon die Beschreibungen der Gerichte auf
der Speisekarte versprechen grosse Küche: „Knusprige
Hummercannelloni mit lauwarm mariniertem kanadischen Hummer an
Sojasauce und Sesamöl“. Ob dieser Ankündigungsorgie auch Taten
folgen, haben wir bei zwei Besuchen ausführlich getestet. Um es
gleich vorweg zu sagen: Das Thurtal gehört zu den besten
Restaurants, die man im Bodenseegebiet einschliesslich der
weiteren Umgebung besuchen kann. Als Restauranttester hat man es
ja oft schwer. Da ist das eine Gericht gelungen, andere aber
weniger. Und stimmt einmal alles beim Essen, dann gibt es
Minuspunkte beim Wein oder Service. Hier aber war tatsächlich
alles gelungen. Das oben erwähnte Gericht ist ein Traum, es
schmeckt genauso gut wie es klingt. Das ebenfalls genossene
Lammkarree ist auf den Punkt zubereitet, das auf der Haut
gebratene Zanderfilet ist fest genug, ohne aber hart zu sein,
und das „Kartoffel-Eierschwämmchen-Ragout“ muss dem Koch erstmal
jemand nachmachen. Wo gibt es sonst noch so eine Delikatesse wie
gebratene Kalbsmilken (Kalbsbries) auf Basilikumpesto mit
Safranblüten-Orangenvinaigrette? Allen Speisen, die wir probiert
haben, merkt man an, dass hier ein wirklicher Könner am Herd
steht, der nicht nur Aromen überraschend kombiniert, sondern der
auch handwerklich alles aus den Zutaten herausholt, wo man sich
noch nach einer Woche an die perfekte Zanderhaut erinnert. Die
Desserts sind darüber hinaus eigentlich viel zu schön, um
gegessen zu werden. Alleine die zumeist selbstgemachten
Pralinen, die zum abschließenden Kaffee gereicht werden, lohnen
einen Besuch. Schön auch, dass die Weinauswahl mit den Gerichten
mithalten kann, und dies auch vielfach mit Produkten aus der
weiteren Region. Sehr angenehm auch, dass viele gute Weine, die
sonst nur flaschenweise angeboten werden, im Thurtal auch
glasweise ausgeschenkt werden. Ein Beispiel hierfür ist der sehr
gelungene Chardonnay von Hans Bosch aus Boltshausen bei
Weinfelden. Abgerundet wird das Gesamtbild durch einen sehr
freundlichen und informierten Service. |
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Bericht aus der Thurgauer Zeitung vom Freitag, 15. August 2008 Weiterhin eine gehobene GastronomieRebecca und Jörn Engelhard haben das Hotel-Restaurant Thurtal übernommen. Sie wollen sich nicht an ihrer Vorgängerin messen.
Eschikofen – Zum ersten Mal führen Rebecca (34) und Jörn
Engelhard (40) ein eigenes Lokal, und dabei haben sie gleich
eine grosse Herausforderung angenommen. Im Hotel-Restaurant
Thurtal haben sie die Nachfolge von Tanja Grandits angetreten,
die im gastronomischen Treffpunkt an der Hauptstrasse in
Eschikofen vor zwei Jahren zur «Köchin des Jahres» erkoren wurde
und die Ende Mai nach Basel gewechselt hat. Es sei schon ein
schwieriger Entscheid gewesen, räumt Rebecca Engelhard ein –
«doch die Chance, ein derart renommiertes Lokal zu übernehmen,
bietet sich nicht alle Tage». |
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